Einsatzarten

 

 

Alarmübung:

Training unter Alarmbedingungen. In der Regel sind die Einsatzkräfte nicht über diese Übung informiert worden, sie kommt überraschend. Durch Führungskräfte wurde meist ein größeres Einsatzszenario vorbereitet, das von den Helfern bewältigt werden muss. Die Feuerwehrleute werden wie im Ernstfall über Funkmeldeempfänger (Piepser) alarmiert und rücken mit Sonder- und Wegerecht (Blaulicht und Martinshorn) aus. Damit wird ein psychischer Druck und zeitlicher Stress erzeugt, so wie er im Ernstfall auch vorkommt. Solche Übungen sind ein wichtiger Teil der permanenten Ausbildung der Feuerwehrleute.

 

 

Böswilliger Fehlalarm:

 

Die mutwillige Fehlalarmierung der Feuerwehr wird teuer!!!
Der Name sagt es schon - ein Mensch hat mutwillig ohne tatsächliche Notwendigkeit die Feuerwehr gerufen. Ob direkt per Telefon oder durch Betätigung eines Feuermelders: Im überwiegenden Teil der Fälle wird der oder die Täter/in allerdings ermittelt, auch wenn er/sie vermeintlich anonym angerufen hat. Die moderne Technik machtŽs möglich. Und dann wird es richtig teuer! Dem Verursacher erwarten eine Geld- oder Haftstrafe (bis zu einem Jahr) für die missbräuchliche Nutzung von Notrufeinrichtungen und die Rechnung für die gesamten Kosten des Einsatzes von Polizei und Feuerwehr.

 

Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren können über solche "Scherze" gar nicht lachen, so wie auch die beruflichen Einsatzkräfte. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren verüben ihre Tätigkeit ehrenamtlich, das heißt: Ohne Bezahlung! Im Alarmfall lassen sie alles stehen und liegen um zum Einsatz zu eilen, ganz gleich ob sie von der Arbeit, von einer Familienfeier oder aus dem Kino rennen müssen...und noch etwas stimmt nachdenklich: Kommt es während einer solchen Fehlalarmierung zu einem echten Einsatz, kann es zu Verzögerungen kommen, weil Mannschaft und Fahrzeuge bereits ausgerückt sind.


Mutwillige Fehlalarmierungen können Menschenleben kosten!!!

 

 

Fehlalarm:

Die Alarmierung der Feuerwehr war berechtigt, sie musste jedoch nicht mehr eingreifen. Das kann zum Beispiel bei der Auslösung einer automatischen Brandmeldeanlage der Fall sein oder etwa, wenn ein Feuer bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte gelöscht werden konnte.

 

 

Hilfeleistung:

 

Die Kurzform von "Technische Hilfeleistung". Diese Einsätze machen den Großteil der heutigen Feuerwehreinsätze aus. Die ursprüngliche Aufgabe, Brände zu bekämpfen, ist längst in den Hintergrund gerückt. Zu den Hilfeleistungseinsätzen gehören alle Einsätze, bei denen es nicht um die Brandbekämpfung geht wie zum Beispiel: Eingeklämmte Personen nach Verkehrsunfällen aus dem Fahrzeug befreien, Sturm- oder Unwetterschäden beseitigen, Beseitigung von Kraftstoffspuren, Ausleuchten von Einsatzstellen, Gefahrgutunfälle usw.

 

 

Entstehungsbrand:

 

Die kleinste Brandform. Das Feuer ist so klein, dass nur ein Kleinlöschgerät zum Beispiel eine Kübelspritze (10-Liter-Eimer mit integrierter Handpumpe und kleinem Schlauch) zum Löschen eingesetzt werden kann.
Ein Entstehungsbrand ist zum Beispiel, wenn ein Adventskranz auf einem Tisch brennt.

 

 

Kleinbrand:

Ein Rohr wird für die Brandbekämpfung eingesetzt.
Ein Kleinbrand ist zum Beispiel, wenn ein Müllcontainer brennt.

 

 

Mittelbrand:
Zwei Rohre werden zur Brandbekämpfung eingesetzt.

 

 

Großbrand:
Drei und mehr Rohre werden für die Brandbekämpfung eingesetzt.

 

 

 


 

 

Weiter
Einsatzkraefte in Kiel Das Online-Magazin aus Kiel 0