First Responder-System

First Responder ("Erstantwortende") sind notfallmedizinisch ausgebildete Personen, hier in Kiel durch die Berufsfeuerwehr gestellt. Ist der Rettungsdienst nicht in der Lage, bei einem lebensbedrohlichen Einsatz die Hilfsfrist einzuhalten, werden First Responder alarmiert, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes,

das sogenannte "therapiefreie Intervall", mit qualifizierten Maßnahmen zu überbrücken.

Häufig werden First Responder von Feuerwehren gestellt, da hier der Vorteil der vorhandenen Fahrzeuge, routinierten Alarmierung, notfallmedizinischen Material und Fachkundigem Personal zu einem schnellen und unkomplizierten Ablauf führt. So ist in Kiel jeder Feuerwehrmann der Berufsfeuerwehr ein ausgebildeter Rettungsassistent, sodass im Falle eines First Responder-Einsatzes einfach das nächstgelegene Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) alarmiert werden kann.

Die Maßnahmen, die diese Einsatzkräfte am Einsatzort durchführen, sind meist Herz-Lungen-Wiederbelebung, Frühdefibrillation, Beatmung und Sauerstoffgabe, Schockbekämpfung, Blutstillung, Immobilisation und Lagerung

und Einweisung und Unterstützung des Rettungsdienstes. Auf Fahrzeugen, die für die First Responder-Tätigkeit ausgewählt werden, sind deshalb zusätzlich ein Notfallrucksack, Immobilisationsmaterial und ein AED verlastet. Generell müssen First Responder also mindestens die Qualifikationen zum Rettungssanitäter und die erworbene Fähigkeit zur Frühdefibrillation besitzen.

Das First Responder-System hat sich bereits bewährt. Mit ihm leistet die Berufsfeuerwehr Kiel, zusätzlich zum Engagement im regulären Rettungsdienst, einen großen Beitrag zur adäquaten Versorgung medizinischer Notfälle und vor allem im Kampf gegen den plötzlichen Herztod.

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