Großfeuer in Kiel hält Feuerwehr in Atem

Am Freitagvormittag den 04.10.2013, kam es im Kieler Stadtteil Elmschenhagen Krooger Kamp aus noch ungeklärten Umständen zu einem Großbrand in einem Gebäudekomplex dreier zusammenhängender Mehrfamilienhäuser.

Um 09:48 Uhr wurde der Leitstelle Mitte über den Notruf ein, Wohnungsbrand im Isarweg gemeldet. Daraufhin wurde der Löschzug der Ostfeuerwache und die Freiwillige Feuerwehr Elmschenhagen alarmiert.

 

 

Als die ersten Löschzüge eintrafen brannte es in einer Wohnung im 3.Obergeschoss und griff von dort aufs Dach über und breitete sich schnell auf einer Länge von 120 Metern aus. Da sich das Feuer immer weiter ausdehnte, wurden sieben freiwillige Wehren aus Kiel nachgefordert, sowie Kräfte von der Stützpunktfeuerwehr der Marine aus Kiel mit ihrer abknickbaren Drehleiter.


Dadurch das die Dachkonstruktion mit ca.7 Schichten von Dachpappe darunter liegende Dämmung an die die Einsatzkräfte der Feuerwehr nicht herankamen. Immer und immer wieder brechen sie die Schichten der Dachpappe von der Drehleiter aus auf, wodurch sich das Feuer auch noch am späten Nachmittag wieder entfacht.

 

Später wurden aber auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schönkirchen aus dem Kreis Plön und die Freiwilligen Feuerwehr Rendsburg mit ihren speziellen Teleskopmast - Fahrzeuge angefordert um schlecht zugängliche Ecken zu erreichen.

 

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr taten alles, um den Brand zu bekämpfen. So das der Löschschaum über die Balkone quoll, aber auch das Wasser suchte sich seinen Weg durch die Etagen der Mehrfamilienhäuser. Während noch einige Feuerwehrleute bis zu den Knien im Schaum stehen, versuchen andere mit schweren Atemschutz, über die Dächer die Brandherde zu bekämpfen. Aber vergeblich, das Feuer flammt immer wieder auf.

 

Mehr als mit Schaum das Feuer zu bekämpfen war nicht möglich so ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Kiel, denn das Dach war so brüchig, dass die Kräfte nicht mehr hinaufgehen konnten und von unten löschen ging auch nicht mehr, da das Dach auf die Köpfe der Einsatzkräfte hätte fällen können. Da wo es noch möglich war, wurden Zeitweiße in den Wohnungen Hunde, Katzen und Vögel gerettet und ins Tierheim gebracht


Bis zum Späten Abend war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot, mit den Löscharbeiten beschäftigt. Bei dem Feuer wurden 5 Personen Verletzt, eine davon wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.


Die 80 Bewohner der 27 Wohnungen mussten nach dem Feuer woanders untergebracht werden, über 50 davon in Hotels. Was aus den gesamten Wohnungen wird ist noch Unklar, da nur teile des Gebäudes gerettet werden konnten. Vom Ausbruch des Feuers am Freitagmorgen, bis hin in die Nacht, waren mehr als 150 Einsatzkräfte an den Löscharbeiten beschäftigt.

Am frühen Abend wurde dann das THW zur Einsatzstelle alarmiert um diese und besonders das Dach auszuleuchten. Um die Teil eingestürzte Dachhälfte von der noch begehbaren Dachhälfte besser erreichen zu können wurde durch dasTHW ein Einsatz-Gerüst-System also ein sogenannter Steg errichtet. Um die benötigte Länge zu erreichen wurden mehrere Ortsverbände zusammen gezogen. Es waren ca 70 Einsatzkräfte des THW aus Rendsburg, Eckernförde Segeberg, Preetz und Kiel im Einsatz. Außer der verschiedenen EGS-Einheiten waren der Lichtmast aus Rendsburg, die Lichtgiraffe aus Eckernförde und der Gelände-Stapler (Moffett) aus Kiel in Aktion. Am frühen Samstag morgen gegen
06.:30 Uhr haben die Einheiten des THWs die Einsatzstelle verlassen.

 

Die Einsatz-Gerüst-Systeme verblieben in den jeweiligen Treppenhäusern.


Zur Brandursache und Schadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden, die Ermittlungen wurden aufgenommen.

 

 

Quelle: Infos aus KN-Online

Quelle: Bilder von M.Wiesert und C.Rickert vielen dank dafür

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